Umgang und Sorgerecht

Das bei verhei­ra­teten Eltern bestehende gemein­same Sorge­recht setzt voraus, dass sich die Eltern auch bei einer räum­li­chen Tren­nung über die Belange der Kinder, also insbe­son­dere deren Aufent­halt bei jeweils Mutter und Vater, einigen. Ist eine Eini­gung nicht möglich, kann eine Entschei­dung des Fami­li­en­ge­richts sowohl zum Sorge­recht als auch zum Umgangs­recht herbei­ge­führt werden. Ist der Aufent­halt der Kinder streitig, wird das Fami­li­en­ge­richt in der Regel nicht das gesamte Sorge­recht auf einen Eltern­teil über­tragen, sondern das Aufent­halts­be­stim­mungs­recht als Teil des Sorge­rechts.

Ehe Eltern die Gerichte bemühen, sollten Sie versu­chen, mit Hilfe einer der zahl­rei­chen Bera­tungs­stellen eine Eini­gung zu finden.

Hier finden Sie einen Über­blick über Bera­tungs­mög­lich­keiten in München. Mitt­ler­weile bietet auch eine Reihe von Vereinen wie Pro Familia oder der Fami­li­en­notruf Gruppen für Schei­dungs­kinder oder Kurse für Eltern an, die sich trennen wollen. Eine erste Hilfe finden Sie auch in dem sehr infor­ma­tiven Online-Fami­li­en­hand­buch des Staats­in­sti­tuts für Früh­päd­agogik.