Umgangsrecht

Der Eltern­teil, bei dem das Kind nicht den gewöhn­li­chen Aufent­halt hat, hat Anspruch auf regel­mä­ßigen Umgang mit dem Kind. Können sich die Eltern darüber nicht einigen, kann eine Entschei­dung des Fami­li­en­ge­richts bean­tragt werden.

Zu berück­sich­tigen sind neben dem Alter des Kindes viele Aspekte. Zunächst gilt als Grund­regel, dass bei klei­neren Kindern die Umgangs­ter­mine kürzer, aber häufiger sein sollten, bei größeren Kindern, spätes­tens ab Schul­alter, gilt die Faust­regel jedes zweite Wochen­ende und die Hälfte der Schul­fe­rien. Wird eine Besuchs­re­ge­lung erar­beitet, sind daneben beispiels­weise die Entfer­nung der Wohn­orte, die Bindung des Kindes an den jewei­ligen Eltern­teil schon vor der Tren­nung, der Wunsch der Kinder, die psychi­sche Konsti­tu­tion zu berück­sich­tigen. Maßstab ist auch hier immer das Wohl des Kindes.

Zum Umgang ist jeder Eltern­teil nicht nur berech­tigt, sondern auch verpflichtet.