Kindesunterhalt

Wenn Eltern getrennt leben oder geschieden sind und ein Eltern­teil die über­wie­gende Betreuung gemein­samer minder­jäh­riger Kinder über­nommen hat, ist der andere Eltern­teil verpflichtet, Barun­ter­halt für die Kinder zu leisten. Die Höhe des Unter­halts bemisst sich nach derDüssel­dorfer Tabelle Stand 2015 mit Zahl­be­trägen (unver­än­dert zu 2013). Bei der Einord­nung in die Einkom­mens­gruppen ist zu beachten, dass eine Höher­grup­pie­rung oder Abstu­fung erfolgt, wenn der Unter­halts­pflich­tige mehr oder weniger als zwei Personen Unter­halt leisten muss. Von den Tabel­len­be­trägen darf der Pflich­tige die Hälfte des Kinder­geldes abziehen, da dieses beiden Eltern zugute kommen soll. Bezieht der Pflich­tige nach der Tren­nung noch das Kinder­geld, hat  er die Hälfte zum Tabel­len­be­trag dazu zu bezahlen.

Ab 01.08.2015 gilt eine neue Düssel­dorfer Tabelle, die zum 01.01.2016 noch einmal abge­än­dert wird:Düssel­dorfer Tabelle 01.08.2015.

Ab Voll­jäh­rig­keit werden Kinder nicht mehr betreut, weshalb beide Eltern barun­ter­halts­pflichtig sind, auch wenn die Kinder noch zur Schule gehen. Der Unter­halt bemisst sich dann nach den zusam­men­ge­rech­neten Einkünften. Der nach Abzug des vollen Kinder­geldes verblei­bende Betrag wird zwischen den Eltern im Verhältnis ihrer Einkünfte aufge­teilt, unter Berück­sich­ti­gung eines Sockel­be­trages.

Die Beträge nach der Düssel­dorfer Tabelle decken den allge­meinen Lebens­be­darf der Kinder wie Wohnen, Lebens­mittel, Klei­dung, Schuhe, allge­meiner Schul­be­darf, Taschen­geld. Zusätz­lich kann Sonder- und Mehr­be­darf anfallen, also einmalig oder laufend anfal­lende Mehr­kosten für beispiels­weise Kinder­gar­ten­ge­bühren, Nach­hilfe, Klas­sen­fahrten,  nicht von der Kran­ken­ver­si­che­rung gedeckte Kosten wie Kiefer­or­tho­pädie oder Brille. Diese Kosten sind von beiden Eltern im Verhältnis ihrer Einkünfte, wiederum unter Berück­sich­ti­gung eines Sockel­be­trages, zu zahlen.