Archiv 2018

Sturz im Krankenhaus/Pflegeheim: Wer muss die Sorgfaltspflichtverletzung beweisen?

Arzt­haf­tungs­pro­zesse werden nach der jeweils geltenden Beweis­last­ver­tei­lung entschieden. In der Regel muss der Patient darlegen und auch beweisen, dass dem Arzt bzw. dem Personal des Krankenhauses/ Pfle­ge­heimes ein Fehler unter­laufen ist. Bestehen daran Zweifel, geht dies voll zu Lasten des Pati­enten. Eine wich­tige Ausnahme von diesem Grund­satz kann für Stur­zer­eig­nisse im Kran­ken­haus bzw. in einem Pfle­ge­heim gelten:

Wird ein Patient/ Bewohner aufge­nommen, entspricht es zunächst dem Stan­dard, die Risi­ko­fak­toren (also insbe­son­dere eine Sturz­ge­fähr­dung) zu erfassen.

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Sturz im Krankenhaus/Pflegeheim: Berücksichtigung bestehender Vorschäden und Gebrechen

Haftungs­recht­lich rele­vant ist vor allem der Sturz eines Pati­enten bezie­hungs­weise Bewoh­ners im Zusam­men­hang mit einer „konkret geschul­deten Hilfe­leis­tung“ (https://www.anwalt.de/rechtstipps/sturz-im-krankenhauspflegeheim-wer-muss-die-sorgfaltspflichtverletzung-beweisen_121507.html)

Weil der Aufent­halt des gestürzten Patienten/Bewohners aufgrund bereits vorbe­stehender Gebre­chen erfor­der­lich war, wird seitens des Haft­pflicht­ver­si­che­rers teil­weise einge­wandt, dass die Verlet­zungs­folgen nicht auf den Sturz sondern auf die bereits vorbe­stehenden Gebre­chen zurück­zu­führen seien.

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